Die verzagte Generation: Früher war alles besser, sagen heute nicht mehr die Alten – sondern das denken insgeheim die Jungen
Nach den Klimastreiks und Corona ist es ruhig geworden um die junge Generation. Von der Politik wird sie derweil immer deutlicher benachteiligt, zugunsten der Boomer. Was für Auswirkungen hat das auf die Weltsicht junger Menschen?
Kein Skript hätte das Ohnmachtsgefühl einer ganzen Generation besser auf den Punkt bringen können als eine Szene, die am US Open in New York für Furore sorgte. Vor laufender Kamera schnappt ein polnischer Unternehmer einem kleinen Bub die Mütze weg, die der Tennisprofi Kamil Majchrzak diesem nach seinem Sieg schenken will. «Nooo . . . !», schreit der Bub noch, das Video der Szene geht viral – und von Santiago de Chile bis Warschau ergiesst sich eine Empörungswelle über den Mützendieb im gestandenen Alter.
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Es ist, als sähen die Jungen in der verschwitzten schwarzen Kappe all die Einfamilienhäuser, von denen sie nicht mehr zu träumen wagen. Die Rentenerhöhungen, die sie den älteren Generationen finanzieren müssen. Die steigenden Staatsschulden, die Klimaschäden. Und jetzt schnappt man ihnen auch noch das Fan-Souvenir weg!
Ein paar Tage später sitzt Karla Lamesic in einem Café in Zürich. Dieses «Nooo . . .!» des Buben, diesen Frust, das kennt Karla Lamesic nur zu gut von sich und ihren Freunden. «Es wird über uns Junge hinwegbestimmt», sagt die 27-Jährige, die gerade an der HSG doktoriert und politisch bei den Jungfreisinnigen aktiv ist. «Wir Jungen werden von der Gesellschaft nicht gesehen – und wenn, dann nur, wenn wir Probleme machen.»
Babyboomer, die nur auf sich selbst schauen – und Politik für die Alten machen: Das Thema treibt die Jungen um. Es reicht von den Corona-Massnahmen bis zur 13. AHV-Rente, von der Abschaffung des Eigenmietwertes für Hauseigentümer bis zum Versuch, die Renten für Ehepaare zu erhöhen. Sie sehen, wo die Prioritäten liegen – sicher nicht bei ihnen. Statt des Klimas werden die Renten geschützt, dass Politiker das Wort «Generationengerechtigkeit» in den Mund nehmen, während sie ihnen immer mehr Lasten aufbürden, halten viele nur noch für zynisch.
Glaubt man den Umfragen, breitet sich bei den Jungen gerade ein Gefühl der Machtlosigkeit aus. Laut dem Generationenbarometer 2025 des Instituts Sotomo steigt bei den unter 35-Jährigen nicht nur die Unzufriedenheit, sondern auch das Gefühl der Ohnmacht: 88 Prozent sagen, dass sie nur einen kleinen Einfluss auf die Gestaltung der künftigen Gesellschaft hätten – das ist ein Anstieg um 15 Prozent seit 2022.
Ihr Gefühl trügt sie nicht – jedenfalls nicht wenn man in die Zukunft blickt. 40 Prozent der Wählerinnen und Wähler bei den letzten Nationalratswahlen sind vor 1962 geboren, während die Bevölkerung im Schnitt nur 43 Jahre alt ist. «Der durchschnittliche Urnengänger ist ein knapp 60-jähriger Mann», sagt die Politologin Cloé Jans.
«Selber schuld», wird der Durchschnittswähler den Jungen sagen und auf ihre grosse Abwesenheit beim Abstimmen hinweisen. Über 65-Jährige haben eine viel höhere Stimmbeteiligung als die Jungen. Doch die demografische Entwicklung mit den geburtenstarken Boomern, die in Rente gehen, wird bald auch die besten Abstimmungsvorsätze nutzlos machen. Selbst wenn alle mündigen Schweizer und Schweizerinnen an die Urne gehen würden, können die über 65-Jährigen die unter 40-Jährigen spätestens nächstes Jahr überstimmen – von den noch Jüngeren ganz zu schweigen. Das «Nooo . . .!» wird zum Flüstern.
Frust und Ohnmacht
«Die Frustration ist halt gross bei Leuten in meinem Alter», sagt denn auch eine 26-jährige Architekturstudentin, die wir hier Emilie nennen. Sie steht kurz vor ihrem Abschluss, wohnt in einer WG und will, wie einige der Befragten in ihrem Alter, nicht mit Namen in der Zeitung erscheinen – es ist die neue Vorsicht, sich in einer vom Internet geprägten Debattenkultur zu exponieren.
Nur wo ist nach einer Zeit der Proteste, die von «Occupy Wall Street» bis zum Klimastreik reichten, die politisch engagierte Jugend geblieben, welche die öffentliche Debatte mit ihren «Fridays for Future»-Demonstrationen anheizte? Mit ihrer Empörung über hohe Mieten, Fleischkonsum oder männlich geprägte Sprache? Wo ist sie jetzt, wo es immer noch ums Klima geht – und um die Finanzierung ihrer Zukunft?
Karla Lamesic, die jungfreisinnige Doktorandin, zählt die Indizien für das wachsende Ohnmachtsgefühl auf: die steigenden Zahlen zu psychischen Erkrankungen, zur zunehmenden Vereinsamung, zum wachsenden Zukunftspessimismus. «Wir haben kaum die Pandemie überstanden, war der Krieg zurück in Europa.» Dann kam der Machtwechsel in den USA, der Krieg im Nahen Osten. Und den Klimawandel gebe es ja auch noch. «Wir haben gefühlt gerade alle zwei Jahre eine neue Identitätskrise. Die Probleme fühlen sich so gross an, dass man sich manchmal schon fragt, was bringt das alles noch, wenn ich hier abstimmen gehe?», meint Lamesic.
Also flüchteten sich viele in ihr Instagram-taugliches Universum, tränken Matcha Latte und gingen ins Pilates. «Das ist wohl unsere Form von Eskapismus», sagt sie – nicht ohne Kritik an den rund zwei Dritteln ihrer stimmberechtigten Altersgenossen, die der Urne jeweils fernbleiben.
Es sei nicht so, dass die Jungen grundsätzlich das Vertrauen in die Politik verloren hätten, sagt Cloé Jans, Politologin am GfS Bern. Das Meinungsforschungsinstitut führt jedes Jahr eine grosse Umfrage zur Befindlichkeit der Schweiz durch. «Da zeigt sich, dass die Jungen überhaupt nicht weniger an das System glauben als die Älteren», sagt Jans. Aber was sich tatsächlich verändert habe, sei der Glaube an die Selbstwirksamkeit. «Und zwar nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich. Die Jungen sind zum Beispiel viel skeptischer als die Alten bei der Frage, ob sie das Gefühl haben, dass man etwas erreichen kann im Leben, wenn man hart genug arbeitet.»
Früher war alles besser, denken heute die Jungen
Spricht man mit den Jungen über ihren Frust, schwingt da auch immer eine Prise Eifersucht auf die Boomer mit, auf eine Zeit, die man selbst nie erlebt hat, aber von den Eltern und Grosseltern kennt. «Es gibt in unserer Generation ein gewisser Neid auf die Stabilität, die die Boomer erlebt haben. Die Karriere war planbar, das Leben angenehm, gerade für die Männer, die nach Feierabend die Beine hochlagern konnten. Dank der klassischen Arbeitsteilung war für sie zu Hause ja alles organisiert», sagt ein 38-jähriger Ökonom, den wir Martin nennen, weil auch er anonym bleiben will. Ihn wundert es nicht, dass kaum junge Menschen in der Politik sind: «In der Zeit zwischen Ende zwanzig und Mitte vierzig ist man ziemlich bedient damit, seinen Alltag mit Beruf und Familie einigermassen organisiert zu bekommen und dabei die Aufgaben auch noch gerecht zu verteilen.»
Martin lebt in einer Zürcher Mietwohnung, war früher SP-nah und sympathisiert heute mit den Bürgerlichen. Ihn ärgere es, dass die Boomer sich über mangelndes politisches Engagement der Jungen beschwerten, sich aber gleichzeitig an der Urne oder im Parlament eine zusätzliche Rente oder Vergünstigungen nach dem Giesskannenprinzip zuschanzten. «Die wohlhabenden Senioren mit dem Billig-GA sind die eigentlich Privilegierten in diesem Land», sagt er. Sie hätten ja nicht nur die politische Macht und eine gesicherte Rente, sondern besässen auch den Grossteil des Bodens und des Vermögens.
Früher war alles besser, sagen heute nicht mehr nur die Alten, sondern das denken insgeheim auch die Jungen. Sie beneiden die Alten für die Sorglosigkeit, mit der diese durch die Welt reisten, ohne sich Gedanken über CO2-Kontingente zu machen. Die Unbedachtheit, mit der sie konsumieren konnten, ohne sich erst über den Kobalt-Abbau in Kongo Gedanken machen zu müssen. Und überhaupt die Gelassenheit, mit der die Boomer damals ihrer Zukunft entgegensahen, so ganz ohne Säule-3a-Konto.
Vielleicht ist es der Gegensatz zu ihrer behüteten Kindheit, der die Jungen heute so frustriert. Geboren wurden sie in die bestmögliche aller Welten. Der Kalte Krieg zu Ende, die Mauer gefallen, statt auf Abschreckung setzte der Westen auf Handel. Staatschefs sagten «Yes, we can» und «Wir schaffen das», als liessen sich gesellschaftliche Umbrüche allein mit affirmativer Rhetorik bewältigen.
Die Jugendarbeitslosigkeit war tief, und immer hörten sie von ihren Eltern: Euch steht die Welt offen. Bis sie sich – eben erwachsen geworden – wiederfanden in einer Welt, in der Kriege auf Krisen folgten und umgekehrt. In einer Welt, in der Eierpreise zwar noch Wahlkämpfe entscheiden, aber künstliche Intelligenz schon ihre Partnerschaften und demnächst auch ihre Jobs zu ersetzen droht. Gewissheiten von einst haben sich verflüchtigt. Überhaupt gilt das Fortschrittsversprechen der Nachkriegsgesellschaft, so glauben die Jungen, für sie sowieso nicht mehr.
Heute sagen selbst die Eltern: «Ihr werdet es nicht mehr so einfach haben» – bevor sie zur nächsten Runde Golf fahren. Es ist auch diese Nonchalance, die die Jungen ärgert: «Sie glauben trotz allem noch immer, dass ihre Art, zu leben, die richtige war. Und erwarten, dass wir nach den gleichen Vorstellungen leben», sagt Emilie, die Architekturstudentin, die für die Zeit nach ihrem Abschluss verzweifelt eine neue Wohnung sucht. Angesichts der derzeitigen Mietpreise rechnet sie nicht damit, dass sie vor vierzig den Luxus haben wird, ihr Badezimmer nicht mit Kolleginnen zu teilen. «Haus, Kind und Hund – wir haben heute andere Prioritäten als unsere Eltern, weil ihre Prioritäten schlicht nicht mehr realistisch sind für uns, selbst wenn man die beste Ausbildung genossen hat.»
Kein Wunder, erscheint es vielen sogar als zu riskant, Kinder in diese Welt zu gebären. Oder wie es der 38-jährige Ökonom bei Freunden erlebt: mehr als ein Kind. Tatsächlich fanden in der neusten GfS-Umfrage, die diese Woche publiziert wurde, nur noch ein Fünftel der Befragten, Kinder könnten heute sorgenfreier aufwachsen als in den Generationen zuvor.
Die Zukunft fühle sich heute nicht mehr wie ein Versprechen an, sondern wie eine Zumutung, bringt die junge deutsche Autorin Marlene Knobloch in ihrem Buch «Serious Shit» das Empfinden ihrer Generation auf den Punkt.
Wer ist noch solidarisch?
Umso wütender macht es die Jungen, dass die Alten weiter abstimmen, als seien es noch immer die neunziger Jahre. Anpassung? Selbstregulation, Einschränkung? «N000 . . . !»
Heute ist die Hälfte der unter 26-Jährigen laut dem Generationenbarometer der Ansicht, Jung und Alt drifteten in der Schweiz zunehmend auseinander. Bei den über 75-Jährigen hingegen glauben das nur 15 Prozent. Keine andere politische Bruchlinie, wie jene zwischen den Generationen, wird derart einseitig eingeschätzt, halten die Autoren des Barometers fest.
Nehmen die Alten die Sorgen der Jungen nicht ernst genug?
Tun sie nicht, zumindest viele nicht, findet der GLP-Nationalrat Beat Flach, mit 60 Jahren selber schon im fortgeschrittenen Alter. «Die Generationengerechtigkeit gerät immer mehr in Schieflage», schrieb er kürzlich auf der Plattform Bluesky anlässlich der Abstimmung über die Abschaffung des Eigenmietwerts.
«Weniger Junge treten in den Arbeitsmarkt ein, als Alte austreten. Das müsste uns aufrütteln, gerade auch in der Politik», sagt Flach. Die Last, die die Gesellschaft den Jungen aufbürde, werde immer grösser. Und es frage sich, wer die Wertschöpfung noch erarbeiten solle. «Die Waagschale kippt so langsam, aber sicher. Doch im Parlament und bei den Silberrücken, die an die Urne gehen, ist das noch nicht angekommen.»
Seine Partei arbeitet deshalb gerade an einem Papier zur Demografie, das den Fokus auf die vielbeschworene Generationengerechtigkeit legen und in konkrete Vorstösse münden soll. Noch ist es nicht fertig, und es sind nur Umrisse von Vorschlägen erkennbar, die zum Standardrepertoire grünliberaler Politik gehören: Die erwerbstätige Bevölkerung soll finanziell nicht immer mehr Lasten tragen – etwa bei der Finanzierung der 13. AHV-Rente –, das Rentenalter soll angepasst werden, und für Frauen brauche es Anreize für einen schnellen beruflichen Wiedereinstieg. Natürlich will man sich dabei ausdrücklich nicht gegen die Alten stellen – auch wenn die Partei etwa nach Wegen sucht, Senioren aus ihren übergrossen Wohnungen zu locken.
Anders sieht Samira Marti von der SP den Generationengraben. Für die 31-jährige Nationalrätin besteht die Kluft vor allem in der Klimafrage, sonst werde der Graben grösser gemacht, als er sei, insbesondere in der Altersvorsorge, wo durch einen Ausbau dereinst auch die Jungen profitieren würden. Entscheidend sei bei der AHV das Einkommen, nicht das Alter. «Die junge Frau mit zwei kleinen Kindern, die Teilzeit an der Kasse arbeitet, hat mehr gemeinsam mit der Rentnerin, die auf Ergänzungsleistungen angewiesen ist, als mit dem jungen Mann, der Vollzeit in der Bank Karriere macht», sagt sie.
Glaubt man neueren Zahlen, sind sich die Jungen aber nicht so sicher, dass sie dereinst wie von Marti vorausgesagt profitieren. 61 Prozent der bis 30-Jährigen setzen inzwischen gemäss einer Raiffeisen-Umfrage mit einem 3a-Konto auch auf eine private Altersvorsorge, verglichen mit dem Jahr 2021 entspreche dies einer Zunahme von 19 Prozent.
Einer, den das nicht überrascht, ist Andri Silberschmidt, gleich alt wie Marti, aber FDP-Nationalrat. «Ich beobachte in meinem Umfeld, dass sich viele fragen, wie sie sich das Leben ihrer Eltern leisten können. Doch sie vertrauen nicht mehr darauf, dass die Politik es für sie richtet. Also schauen sie primär für sich, werden unternehmerisch tätig, hoffen auf Gewinne im Aktienmarkt. Gerade in der Generation Z gibt es so etwas wie einen Wettbewerb, wer am meisten mit Aktien verdient», sagt er – und wünscht sich, dass sich mehr politisch engagieren.
Wächst hier also gerade eine resignierte Generation heran, die sich lieber mit Aktienkursen als Abstimmungen auseinandersetzt? Oder vielleicht ebenso für sich schaut, wie sie es den Älteren vorwirft? Und werden sie den Egoismus beibehalten, wenn die Boomer dereinst zu Hause oder in Pflegeheimen auf ihre Hilfe angewiesen sind?
«Ich wünschte, die Jungen selbst würden mehr aufbegehren», sagt der grünliberale Fast-Senior Beat Flach, vielleicht auch im Bewusstsein, dass die Abhängigkeit zwischen den Generationen beidseitig ist. Nur zeigt sich bei den Jungen eine starke Polarisierung, zwischen links und rechts, Frauen und Männern, aber auch zwischen einer engagierten Minderheit und einer politverdrossenen Mehrheit. «Politik für Junge zu machen, ist deshalb gar nicht so einfach», sagt die Politologin Cloé Jans. Immerhin die Jungparteien verzeichnen seit Corona einen konstanten Mitgliederzuwachs.
Der naheliegende Weg ist für sie, die Basis zu verbreitern und das Stimmrechtsalter zu senken. «Das wäre zumindest auch eine Botschaft an die Jungen, dass man sich für ihre Stimme interessiert», meint Karla Lamesic.
Sehr erfolgversprechend ist das allerdings nicht. Jüngst versuchten es die Jungparteien in Luzern – das Nein der Alten diesen Frühling war ziemlich deutlich. «Es hat mich überrascht, wie emotional die Debatte geführt wurde, obwohl wir damit ja niemandem etwas weggenommen hätten», sagt Beda Lengwiler, der 23-Jährige sitzt seit vier Jahren für die Junge Mitte im Einwohnerrat in Kriens und war im Stimmrecht-16-Initiativkomitee.
Geändert hätte dies für die überstimmten Jungen so oder so nicht viel: Die Gruppe der 16- bis 18-Jährigen würde nur etwas mehr als zwei Prozent der Stimmberechtigten ausmachen. Und die Beteiligung in Glarus, dem einzigen Kanton mit Stimmrechtsalter 16, zeigt, dass die Jungen nicht unbedingt darauf warten, die Landsgemeinde zu stürmen.
«Mehr politische Bildung in der Schule» ist deshalb die Forderung der Stunde – sie kommt von der Wissenschafterin Jans, von Politikern aller Couleur bis zu den Jungen selbst. Auch wenn vage bleibt, was das genau heisst, sagen viele, es brauche mehr Debattenräume in den Schulen, mehr Werkzeuge zur Meinungsbildung.
Oder ist es gar nicht das fehlende Wissen, das die Jungen vom Abstimmen abhält? «Vielleicht ist ihr Nicht-Stimmen, ihr fehlendes Engagement auch eine Form von Rebellion gegen die Alten», sagt Emilie, die junge Architekturstudentin aus Zürich. Ein Schweigen, das letztlich viel lauter ist als jedes «Nooo!».
Sie selbst findet das nicht sehr schlau, verschickt Abstimmungserinnerungen an ihre Freunde und ist regelmässig auf Demos anzutreffen ist. Doch inzwischen kapern die Boomer sogar diese letzten Horte des Jugendprotestes. Das zumindest berichtet der britische «Economist», der einen «Aufstieg der revolutionären Rentner» kommen sieht, die an Demos auf die Barrikaden gehen.
Sie haben ja auch die Zeit dafür. Und die Mittel.
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